joerg | 16 Oktober, 2008 23:42
Der Kredit solle die Versorgung des angeschlagenen ungarischen Finanzmarktes mit frischem Geld sichern, wie die EZB am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Die Finanzkrise hat die ungarischen Finanzmärkte schwer erschüttert.
Die Landeswährung Forint und Staatsanleihen verbuchten kräftige
Verluste, weil an den Märkten die Sorge über die hohe Verschuldung des
Landes sowie den Zustand der Bankbranche zunahmen. Der Handel mit
Staatsanleihen brach zeitweise komplett zusammen. Experten halten
Ungarn für sehr verwundbar, weil das Land hoch verschuldet ist und das
Bankensystem stark von ausländischem Geld abhängt.
Damit ist Ungarn das erste Land Osteuropas, dass einen EZB-Kredit erhält.
Wie
ein Ökonom in Budapest sagte, könne der Währungshandel in Ungarn
aufatmen, der Handel mit heimischen Bonds läge aber im Koma. Daher
seinen weitere bedeutende Maßnahmen nötig, um die
Finanzierungsnotwendigkeit der Wirtschaft zu entlasten.
Ungarn ist nach Island das zweite europäische Land, das in schlimme finanzielle turbulenzen geraten ist, im Zuge der weltweiten Finanzkrise.
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